Bangkok: Ein Besuch in Don Muang

In den Touristengebieten sieht es wieder gut aus. Im Norden dagegen: Abgestorbene Bäume am Expressway, von der Flut gezeichnete Autos und immer noch Wasser in den Straßen. VON CHRISTOPH PFAFF

Schäden in Don Muang / Fotos: Christoph Pfaff

Nachdem mein Guide Susi mir von ihrem persönlichen Schicksal nach den Überschwemmungen erzählt hatte (siehe Blogpost vom 10.12.), bot sie mir an, mir selbst ein Bild von der Lage in Don Muang zu machen. Also besuchten wir den Stadtteil im Norden Bangkok, den Touristen normalerweise nicht zu Gesicht bekommen.

Erst sah alles noch recht harmlos aus, als wir uns der Gegend um dem alten Flughafen Don Muang näherten. Ein paar abgestorbene Bäume standen kümmerlich am Rande des Expressways, Straßenarbeiter räumten auf. Doch nachdem wir die Ausfahrt ins Viertel nahmen, wurde mir klar, wie es hier noch vor kurzem ausgesehen haben muss.

Über allem lag ein brauner, getrockneter Schlammteppich. Ein paar Roller waren komplett überzogen, ebenso die Zapfsäulen einer inzwischen verwaisten Tankstelle. Viele Autos hatten Markierungen, an denen die Höhe der Überschwemmungen zu erkennen war. An einem Bahnübergang arbeiteten Männer neben einer mannshohen Sandsackmauer.

Wir bogen gerade wieder auf den Expressway, als ich Susi fragte, ob das Wasser denn inzwischen komplett abgeflossen sei. Doch sie antwortete nicht. Sie zeigte nur auf den vor uns liegenden Straßenabschnitt.

Manchmal sagen Bilder eben tatsächlich mehr als Worte.

 

12.12.2011 15:12 Von: Christoph Pfaff