Bangkok: Tourismusminister verspricht rosige Zukunft

Mit Show und Musik verkündet TAT vor 300 Journalisten aus aller Welt, dass Thailand nach der Flut endlich wieder sicher ist. VON CHRISTOPH PFAFF

Minister für Tourismus und Sport H.E. Chumpol Silapa-archa / Fotos: Christoph Pfaff

Was für ein Event! Rund 300 Journalisten und Fotografen aus aller Welt wurden gestern Abend zu einem Empfang ins "Anantara Riverside" in Bangkok geladen, bei dem der thailändische Minister für Tourismus und Sport H.E. Chumpol Silapa-archa eine Rede zur aktuellen Lage nach den Überschwemmungen gehalten hat.

Bei seinem Eintreffen kannte das Blitzlichtgewitter keine Grenzen, viele Regierungsvertreter und Presseleute - vor allem aus asiatischen Ländern - freuten sich aufs Shakehands mit ihm. Ich hielt mich vornehm zurück und beobachtete die Szenerie gespannt - besonders als kurz darauf mit Pauken und Trompeten die aktuelle Miss Thailand auf einer Sänfte herein getragen wurde - Lametta und Konfetti überall.

Nach einer kurzen Ansprache zweier Redner wurde auf einer Großleinwand ein Imagefilm über Thailand gezeigt, der in der Zeit der Flut gedreht wurde. Es wurden die schönen Seiten des Landes gezeigt, internationale Urlauber schwärmten von der Landschaft, den Stränden und den kulturellen Schätzen. Journalistisch gesehen sicherlich recht einseitig, doch der Film sollte einfach das ausdrücken, worum es den Verantwortlichen der Tourismusbranche hier zur Zeit am meisten geht: Man möchte zeigen, dass Thailand ein sicheres Reiseziel ist, an dem Urlauber sich nun keine Sorgen mehr machen müssen, auf ihrer Reise von den Überschwemmungen betroffen zu sein.

Dies deckt sich mit meinem Eindruck, den ich in der vergangenen Woche auf meiner Reise bekommen habe. Wenn man wie ich persönliche Schicksale kennenlernt, kann man traurig werden, ohne Frage. Als Tourist ist das Land jedoch wieder problemlos zu bereisen. Die Züge und Überlandbusse fahren, die größten Sehenswürdigkeiten Bangkoks sind trocken und auch in Ayutthaya wird das Wasser bald ganz verschwunden sein.

Und meine schönste Erkenntnis der letzten Tage: Die Thai haben trotz allem ihr Lächeln nicht verloren.

 

14.12.2011 06:31 Von: Christoph Pfaff