Heilige Bäume - Phi Ton Mai

03.11.2014

Überall in Thailand, besonders vor Tempeln, an Straßenrändern und in Wäldern findet man Bäume, deren Stämme mit bunten Tüchern umwickelt sind. Doch was hat es mit diesen Bäumen auf sich? Sie symbolisieren, dass ein Geist in den Bäumen lebt - auch Phi Ton Mai genannt. Je bunter der Baum mit den Tüchern geschmückt ist, desto mächtiger ist der dort inne lebende Geist. Generell glaubt die Mehrheit der Thais ganz fest an Geister und Dämonen und sind fest davon überzeugt, dass wenn sie nicht in einem Geisterhaus vor Wohnhäusern, Hotels oder Büros wohnen, sie in Bäumen und bestimmten Pflanzen leben. Diese können sowohl von wohlwollender als auch böswilliger Bedeutung sein.

Verschiedene Bäume haben verschiedene Arten von Geistern. In den Bananenbäumen wohnen weibliche Geister (z.B. Nang Tanee), während im Hopea Baum männliche Geister leben. In einem Don Sai Baum residiert Phii Don Sai, der Geist eines Verstorbenen, welcher viel Unheil in seinem Leben verrichtet hat. Da ihm das nächste Leben verwehrt ist, hat er die Wahl weiterhin als Familiengeist oder in einem Don Sai Baum zu existieren. In den Wurzeln des Baumes liegen Opfergaben für die Geister.

Einige Baumstämme wiederum dienen als Deponie für kaputte Geisterhäuser oder zerbrochene Buddhastatuen, welche keinesfalls im Müll entsorgt werden dürfen. Nur wenn die Geister in den Bäumen weiter existieren können, wird im thailändischen Glauben sichergestellt, dass die Geister nicht ruhelos und rachelüstern umherstreifen können. Somit steht auch fest, dass ein Baum, welcher mit bunten Tüchern umwickelt ist, auf gar keinem Fall gefällt werden darf.

 

 



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