Natur pur im Doi Inthanon Nationalpark

04.06.2014

In der Provinz Chiang Mai im Norden Thailands erstreckt sich über mehr als 480 km² der Doi Inthanon Nationalpark. Die bergige Landschaft der Region zählt zu den südlichsten Ausläufern des Himalaya-Gebirges. Mittelpunkt des Naturschutzgebietes ist Thailands gleichnamiger höchster Gipfel, der 2.565 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Auch die mit 2.330 Metern zweithöchste Erhebung des Landes, der Doi Huamodluang, ist hier zu finden. Die üppige Flora und Fauna der Gegend, herrliche Wasserfälle, Naturwanderpfade und Bergdörfer der Hmong und Karen machen den Nationalpark zu einer der Hauptattraktionen des Nordens.

Vom Gipfel des Doi Inthanons hat man bei klarer Sicht einen herrlichen Ausblick über die gesamte Region. Hier am höchsten Punkt des Berges liegen außerdem die sterblichen Überreste seines Namensgebers Prinz Inthara Wichayonon in einem kunstvoll verzierten Stupa. Eine große Holztafel, die den höchsten Punkt des Königreichs markiert ist außerdem ein beliebtes Fotomotiv bei Besuchern.

Die beiden Pagoden Prah Maha Dhatu Nabha Metaneedol und Nabhapol Bhumsiri zählen zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten des Nationalparks. 1987 und 1992 errichtete die Königlich Thailändische Luftwaffe die beiden Chedis zu Ehren des 60. Geburtstags von Seiner Majestät König Bhumibol und Ihrer Majestät Königin Sirikit. Nicht nur die Bauwerke selbst, auch die liebevoll angelegte Gartenanlage um die Pagoden herum laden ein, dort zu verweilen. Auch von hier aus können Besucher herrliche Ausblicke auf die üppige Bergwelt von Chiang Mai erhaschen.

Der Nationalpark ist ein idealer Ort, um seltene Vögel zu beobachten. Hier wurden mehr als 380 verschiedene Arten entdeckt, die besonders während der Brutzeit von Februar bis April gut zu beobachten sind. Unter anderem der seltene Graukehl-Laubsänger und der Grünschwanz-Nektarvogel sowie Rötelmerle und Gelbbauch-Blütenpicker. Zu den Säugetierarten des Areals zählen asiatische Ziegenarten wie Gorale und Seraue aber auch seltene Tiger.

Die Flora des Parks umfasst hauptsächlich prachtvolle Orchideen sowie Rhododendron und seltene Farne.  Die vielen Flüsse wie der Ping sorgen vor allem während der Sommermonate für reißende Ströme, die für Rafting oder Kajakfahrten dienen. Zahlreiche Wasserfälle lohnen einen Besuch, allen voran der 260 Meter hohe Mae Ya-Wasserfall, der zu den schönsten des Landes zählt. Hauptsächlich im Sommer können Besucher die Wasserfälle für ein erfrischendes Bad nutzen.

Im Park befindet sich außerdem eine Forschungsstation der Royal Projects, die dazu dient, die lokale Bevölkerung in der Landwirtschaft zu unterstützen. Hier werden für das kühle Klima passende Früchte, wie etwa Erdbeeren, Trauben oder Äpfel angebaut und den Anwohnern deren Kultivierung beigebracht. Auch der Anbau von Schnittblumen und Kräutern trägt zum Einkommen der Bergbewohner bei.

Weitere Informationen zu den Sehenswürdigkeiten und Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie auf der Seite der Thailändischen Nationalparkverwaltung.



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