Das Fest der tausend Lichter: Lai Reua Fai in Nakhon Phanom

30.09.2013

Jedes Jahr im Oktober geht der Mekong in Flammen auf: Beim Lai Reua Fai Festival, das am schönsten im nordöstlich gelegenen Nakhon Phanom gefeiert wird, erhellt ein funkelndes Lichtermeer aus über 50 beleuchteten Booten eine Woche lang den Fluss. Hintergrund der Feierlichkeiten ist das Ende der Fastenzeit, in der nach buddhistischem Glauben Buddha auf die Erde zurückkehrt, nachdem er drei Monate lang im Himmel zu seiner Mutter gebetet hat. In dieser Zeit ziehen sich thailändische Mönche traditionell zu Meditation und Studium in die Klöster zurück, um sich ganz der Lehre Buddhas hinzugeben.

Das berühmteste Festival im Nordosten Thailands bildet für viele den alljährlichen Höhepunkt des regionalen Festkalenders: Boote aus Bananenholz und Bambus werden mit buddhistischen Motiven geschmückt, die von mystischen Gestalten und regionalen Legenden inspiriert sind. Das Rahmenprogramm des einwöchigen Festes ist ein großes Spektakel und umfasst bunte Paraden, Bootswettbewerbe und Jahrmärkte mit kulturellen Darbietungen. Doch wenn es dunkel wird, zeigt sich Lai Reua Fai, sinngemäß übersetzt mit „das Feuerboot bereit machen“, in seiner ganzen Pracht: Untermalt mit Feuerwerken gleiten die „Feuerboote“, mit Blumen, Kerzen und Lämpchen verziert, über den Fluss. Besucher haben bei diesem Event einen einmaligen Ausblick vom Ufer des Mekongs und können dort die einmalige Stimmung genießen.


Kategorie: Kultur

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