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Nachhaltig Reisen

Um einen Aufenthalt in Thailand ökologisch verträglich, naturnah und zugleich authentisch zu gestalten gibt es viele Möglichkeiten. Dank der verschiedenen Auszeichnungen und Kategorisierungen, die es landesweit gibt, ist es für Reisende leicht zu erkennen, welche Hotels oder Reiseveranstalter nachhaltig arbeiten und welche Umwelt schonenden Aktivitäten zur Auswahl stehen. In Thailand stehen insgesamt 17 Prozent des Landes unter Naturschutz. Naturliebhaber können hier zwischen 300 Nationalparks, Meeresnationalparks, Naturschutzgebieten und Wildreservaten wählen. Nicht nur bei Beschäftigungen wie Wandern, Vögelbeobachten oder Meditieren in der Natur kann man die Umwelt schonen auch für Abenteurer bietet sich eine Vielzahl an ökologisch verträglichen Aktivitäten wie z.B. Mountainbiketouren, Wildwasser-Rafting oder Klettern. Die Thai Ecotourism and Adventure Travel Association [TEATA] bietet auf ihrer englischsprachigen Webseite www.teata.or.th ausführliche Informationen zu den vielseitigen Möglichkeiten einen umweltschonenden Urlaub in Thailand zu verbringen.

 

Ökologisch verträgliche Hotels & Resorts

Ökologisch verträgliche Hotels & Resorts

Das Green Leaf Programm für Hotels und Resorts ist der erste Schritt, um ökologische Qualitätsstandards in der Tourismuswirtschaft zu setzen. Die Green Leaf Foundation hat beispielsweise Checklisten für einen umweltbewussten Hotelbetrieb entwickelt. Dazu zählen etwa ein wasser- und energiesparender Betrieb, eine ökologische Müllentsorgung, Nutzung umweltfreundlicher Produkte, Lärmschutz, Kooperation mit lokalen Gemeindevertretern und Organisationen sowie Recycling. Die Einhaltung dieser Kriterien wird mit bis zu fünf "Green Leafs" zertifiziert. Die landesweit anerkannte Auszeichnung wurde mittlerweile über 100 Hotels in Thailand zuerkannt. Eine Übersicht über die Green Leaf Hotels finden Sie hier. Weitere Informationen über die Stiftung finden Sie auf der offiziellen Webseite www.greenleafthai.org.

 

Homestay

Homestay

Immer beliebter werden die sogenannten "Homestay" Aufenthalte, bei denen Besucher mit Einheimischen gemeinsam unter einem Dach wohnen um ganz authentisch die Lebensweise der Thailänder kennen zu lernen. Hierbei erhalten Besucher einen Einblick in den Alltag ihrer Gastgeber und erleben intensiv die jahrhundertealte Kultur Thailands. Außer dem kulturellen Austausch gibt es je nach Ort eine Vielzahl an Aktivitäten: Vielerorts können Besucher beim Anfertigen der lokalen Handwerksprodukte helfen oder die traditionelle thailändische Küche aus erster Hand erklärt bekommen. Ob bei den Bergvölkern in Nordthailand, im Fischerdorf an der Andamanensee oder bei den Reisbauern im Zentrum oder Nordosten, vielerorts bieten Thailänder interessierten Urlaubern Unterkünfte unter ihrem eigenen Dach an. Kommunen oder Organisationen wie z.B. das Community Based Tourism Institute http://cbtnetwork.org/,  die solche nachhaltigen Tourismusprojekte unterstützen, treten hierbei in der Regel als Vermittler auf.  Die Kultur und die einheimische Bevölkerung zu bewahren und zu schützen ist ein wichtiger Bestandteil des sanften Reisens.

Voluntourism

Voluntourism

Eine ebenso sanfte Art des Reisens ist der "Voluntourism", bei dem Urlauber auf freiwilliger, gemeinnütziger Basis an ausgewählten sozialen Projekten mitarbeiten. Dieses Engagement vermittelt neue Einblicke in das Urlaubsland und leistet damit einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung sowohl der Touristen als auch der einheimischen Bevölkerung. Das Aufgabenfeld für so einen Aufenthalt in Thailand erstreckt sich von Hilfe in den zahlreichen Nationalparks des Landes über Unterstützungstätigkeiten in einem Elefantencamp bis hin zu Arbeiten als Englischlehrer für die Landbevölkerung.

 

Ausgewählte Nachhaltige Tourismusprojekte

Hier möchten wir Ihnen einige ausgewählte nachhaltige Tourismusprojekte etwas genauer vorstellen. Weitere Informationen und vorschläge finden Sie in der englischsprachigen Broschüre 50 Great Green Escapes. Die Broschüre stellt 50 Möglichkeiten vor, wie Sie Ihren nächsten Urlaub in Thailand umwelt- und sozialverträglich gestalten können.

Organic Agriculture Project Sukhothai

Organic Agriculture Project Sukhothai

Dass es möglich ist, Landwirtschaft ökologisch verträglich und gleichzeitig gewinnbringend zu gestalten, zeigt das Organic Agriculture Project am Flughafen von Sukhothai. Ins Leben gerufen wurde das Projekt von Bangkok Airways Gründer und Besitzer Dr. Prasert Prasarttongosoth, der bei der Planung für den Flughafen Sukothai mehr Land kaufte als für Abflughalle und Landebahn benötigt wurde, um neben dem kleinen Flughafen ökologisch bewirtschaftete Reisfelder zu errichten. Die Idee von Dr. Prasert und seiner Frau Khun Wanli war es, den Reisanbau wieder traditionell zu gestalten, nämlich ohne chemische Dünger und Zusätze, Pestizide, künstliche Farbstoffe und Gentechnik. Das Projekt war ein solcher Erfolg, dass mittlerweile auch Früchte wie Mango, Papaya und Mangostin oder Gemüse hier angebaut werden, die dann bei Abnehmern wie Bangkok Airways oder dem Sukhothai Hertitage Resort serviert werden.

 

Mit diesem nachhaltigen Projekt ist es den Gründern gelungen, nicht nur die Bauern der Region für den organischen Reisanbau zu sensibilisieren und sie bei der Umstellung von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft zu unterstützen, sondern auch Gästen einen authentischen Einblick in das Leben der vielen thailändischen Reisbauern zu ermöglichen. Bei einem Besuch erfahren Urlauber, welche Alternativen es zu chemischen Düngemitteln gibt - in diesem Falle zum Beispiel die auf den Reisfeldern gehaltenen Wasserbüffel, die für einen natürlichen Dünger sorgen oder die vielen Enten, die kleine Tiere und Insekten fressen, welche die jungen Reispflanzen beschädigen. Bei einem Aufenthalt erleben die Gäste hautnah mit, worauf es beim Reisanbau ankommt und können auch gleich selbst mit anpacken. Das kleine Museum auf dem Gelände liefert interessante Hintergrundinformationen und bei einem Ritt auf einem der sanftmütigen Wasserbüffel können Urlauber die unberührte Natur in vollen Zügen genießen. Für Gäste, die eine authenitische Erfahrung suchen, stehen Homestay-Möglichkeiten zur Verfügung. www.kaohomsukhothai.in.th

Nationales Elefanteninstitut in Lampang

Nationales Elefanteninstitut in Lampang

Elefanten sind nicht nur die größen Säugetiere der Welt, sondern haben in Thailand bereits seit sehr langer Zeit eine besondere Bedeutung. Schon 1.000 Jahre vor Christus wurden in Thailand Elefanten als Arbeitstiere eingesetzt, vor allem für das Tragen von Baumstämmen aber auch als Reit‐ oder Zugtiere wurden die Elefanten geschult. Hierfür eignen sich Elefanten besonders wegen ihrer Stärke, aber auch ihre hohe Intelligenz spielt eine wichtige Rolle beim Erlernen von vielen verschiedenen Befehlen. Bis heute zählt Thailand zu einem der wenigen Plätze dieser Erde, wo Elefanten in einer sehr engen Beziehung mit Menschen leben.

Das Thai Elephant Conservation Centre in Lampang, eine Stunde von Chiang Mai entfernt, ist ein Zufluchtsort für die sanftmutigen Dickhäuter. Das Zentrum ist gleichzeitig Forschungseinrichtung und bietet kranken und herrenlosen Tieren ein Zuhause. Besucher des Institus können den Elefantentrainern, den Mahouts, bei ihrer täglichen Arbeit über die Schulter schauen und lernen, wie die Elefanten in diesem Zentrum trainiert und gepflegt werden. Die Mahouts zeigen, wie die Elefanten gefüttert und versorgt werden und wie extrem lernfähig sie sind. Ziel des Elefanteninstituts ist es, dass sich Menschen mehr mit dem Schicksal der Elefanten beschäftigen und ihre großartigen Fähigkeiten als Hilfe für den Menschen wertzuschätzen. Das Institut möchte auf seine Arbeit zum Schutz und Pflege der Elefanten in Thailand aufmerksam machen und den Elefantentourismus in Thailand fördern, um so neue Aufgaben für die vielen „arbeitslos“ gewordenen Elefanten zu schaffen. Das nationale Elefanteninstitut steht unter der prominenten Schirmherrschaft Ihrer Hoheit Prinzessin Galyani.

Das nationale Elefanteninstitut bietet außerdem zahlreiche weitere Aktivitäten für Touristen an. Das Homestay Programm Leben wie ein Mahout gibt interessierten Besuchern Einblicke in den spannenden Alltag der Elefantentrainer. Teilnehmer schlafen nicht nur im selben Haus wie die Mahouts, sondern begleiten sie bei ihrer täglichen Arbeit, die morgens mit einer Übungsstunde für die Elefanten beginnt. Elefantenreiten, das Zubereiten des Futters und das Erlernen einfacher Befehle stehen ebenso auf dem Programm wie der persönliche Austausch mit den Mahouts des Instituts.  Auch Tagesausflüge mit Elefantenritten durch den Dschungel oder ein 10‐tägiges Ausbildungsprogramm zum Mahout werden hier angeboten. Mehr Informationen zum Programm des nationalen Elefanteninstituts finden Sie unter www.thailandelephant.org.

Community Based Tourism in Ao Luek, Krabi

Community Based Tourism in Ao Luek, Krabi

Die südthailändische Provinz Krabi ist für herrliche Sandstrände mit kristallklarem Wasser und hochaufragenden Kalksteinfelsen bekannt. Die kilometerlange Küste bietet jedoch mehr sehenswertes als die puderzuckerfeinen Sandstrände. Geheimnisvolle Höhlen, tropisch grüne Nationalparks, heiße Quellen und versteckte, kleine Inseln laden abenteuerlustige Besucher ein, entdeckt zu werden. Dank des Ao Luek Community Based Tourism Network können Besucher diese Attraktionen auch ökologisch und sozialverträglich erkunden. Unter der Dachorganisation haben sich lokale Tourimusanbieter zusammengeschlossen, um Gästen aus aller Welt authentische Einblicke in die Natur des Landes und den Alltag der Einwohner zu gewähren.

Vor allem die vielen faszinierenden Höhlen der Region warten darauf, entdeckt zu werden. Zu den bekanntesten zählt Tham Lod. Die Höhle wird per Kajak erkundet. Außer der mystischen Atmosphäre beeindrucken vor allem die wunderschönen Tropfsteine sowie die tausend Jahre alten Höhlenmalereien. Die riesige Höhle Tham Klang besteht aus insgesamt 13 Kammern, die teils per Kajak, teils zu Fuß erkundet werden können. Prächtige Stalagmiten und Stalagtiten in atemberaubenden Formen sind das Wahrzeichen der Höhle. Die geheimnisvolle Grotte Tham Nong Thung Na eröffnet Besuchern nach der Bootsfahrt ins Innere ihren herrlichen Kristallpool, der seinen Namen durch seine schillernde blaue Farbe erhielt. Der Than Bok Khorani Wasserfall im gleichnamigen Nationalpark verzaubert mit seiner unendlichen Naturschönheit. Höhepunkt ist der prächtige Lotusteich, der von dem aus den überhängenden Felsen herabstürzenden Wasserfall gespeist wird. Das Wasser der Lagune fließt in kleinen Flüssen ab, die sich durch die malerische Landschaft mit ihren tropischen Blumen, Bäumen und Büschen schlängeln.

Aktivitäten wie Fahrradfahren, Kajaking oder Klettern eignen sich hervorragend, um die Schönheiten der faszinierenden Landschaft zu erkunden und zu genießen, ohne dabei einen negativen Einfluss auf die Umwelt und die Bevölkerung zu hinterlassen. Neben den Sightseeing-Aktivitäten gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, den Alltag der Einwohner im Bezirk Ao Luk autenthisch kennen zu lernen. Ein Besuch auf einer der vielen Kautschukplantagen oder die Fahrt mit den Fischern zum täglichen Fischfang ermöglichen intensive Einblicke in die südthailändische Kultur. Zahlreiche Möglichkeiten für Homestay-Aufenthalte bieten ebenfalls die Gelegenheit, das Leben der Einheimischen hautnah mitzuerleben. Im Raipreda Homestay-Resort können Gäste beispielsweise in einfachen Hütten inmitten der tropischen Natur übernachten und gleich zahlreiche Ausflugspakete in die Umgebung buchen.

Alle Angebote und weitere Informationen zum Ao Luek Community Based Tourism Network finden Sie unter www.aoluktoday.com.  Unter Community Based Tourism – zu deutsch etwa gemeindebasierender Tourismus - versteht man Tourismusprojekte, die mit Hilfe und unter Einbeziehung der lokalen Bevölkerung verwirklicht werden und so zur nachhaltigen und sozialverträglichen Entwicklung der teilnehmenden Gemeinden beitragen.

 

 

Informationen zu den zahlreichen Nationalparks des Landes finden Sie unter dem Punkt Natur erleben.