Topic Image Sukhothai Historical Park

Der Historische Park von Sukhothai

Rund 10 Kilometer nördlich der Stadt Sukhothai liegt zwischen den alten Stadtmauern der Historische Park von Sukhothai. Er ist ein weitläufiger Komplex mit 16 buddhistischen Tempeln, vier Hindu-Schreinen, Zierteichen, Festungswällen und Gräben auf einer Fläche von über 70 Quadratkilometern. Nach zehnjähriger Restaurierungsarbeit wurde er 1987 eröffnet und gilt als eines der bedeutendsten buddhistischen Wahrzeichen Asiens, das von der UNESCO in die Liste des Welt-Kulturerbes aufgenommen wurde.

Auf mehreren Ruinen stehen massive steinerne Buddhas. Ein Denkmal neben dem Eingang zur historischen Stadt erinnert an König Ramkhamhaeng. Typisch für die Architektur der Tempel aus der Sukhothai-Periode sind die Stupas in Form einer Lotosblüte.

 

Die folgenden Sehenswürdigkeiten liegen innerhalb der Stadtmauern der historischen Stadt:

Ramkhamhaeng National Museum

Ramkhamhaeng National Museum

Das Museum von Sukhothai zeigt herrliche Skulpturen und Keramiken. Im Mittelpunkt des Gebäudes ist ein schreitender Buddha ausgestellt, wie er typisch für die Sukhothai-Periode ist. Im ersten Stock stehen Kunstwerke anderer Epochen. Berühmt ist die Kopie einer Steintafel-Inschrift aus dem Jahr 1292 (das Original befindet sich im Bangkoker Nationalmuseum), in der es unter unterem heißt: " Glückliches Sukhothai! Das Wasser voller Fische, die Felder voller Reis. Der König bürdet seinen Untertanen keine Steuern auf... Wer mit Elefanten handeln will, der soll es, wer ein Gleiches mit Gold und Silber möchte, der soll es! Hell strahlen die Gesichter der Einwohner." Man sollte dieses Museum zuerst besuchen, ehe man den historischen Park durchstreift. Anhand eines Modells der Ruinenstadt kann man sich über die Lage der Sehenswürdigkeiten informieren und seinen Rundgang besser planen.

Königsresidenz

Königsresidenz

Die Königsresidenz, der einstige politische und religiöse Mittelpunkt, befindet sich im Zentrum der historischen Stadt. Sie bedeckt eine Fläche von 160.000 Quadratmetern. Ein Wassergraben umgibt das Gelände. Die ehemalige Königsresidenz besteht aus den Ruinen der profanen Gebäude, dem völlig zerstörte Königspalast und den Überresten eines anderen königlichen Gebäudes, Noen Phrasat genannt. Eine steinerne Sukhothai-Inschrift deutet an, dass es sich möglicherweise um eine Sala Phramat oder eine Buddha Sala gehandelt haben könnte. Im 19. Jahrhundert fand König Mongkut eine weitere bedeutende, in Stein gemeißelte Inschrift, die noch von König Ramkhamhaeng stammt. Außerdem entdeckte man Teile eines steinernen Throns, Manangkhasila Asana genannt. Aus der Inschrift geht hervor, dass König Ramkhamhaeng den Thron mitten in einem Zuckerpalmenhain aufstellen ließ. Später wurde dieser Thron in Bangkok im Tempel des Smaragd-Buddha aufgestellt.

Wat Mahathat

Wat Mahathat

Ebenfalls innerhalb der Königsresidenz befindet sich der Tempel Wat Mahathat. Seit 1953 wurden auf einer Fläche von 240 mal 280 Metern neben dem zentralen Chedi im Khmer-Stil, dem Fundament der Ordinationshalle und der Vihara noch 209 kleinere Chedis im Sukhothai-Stil und weitere Gebäudekomplexe ausgegraben. Der runde Turm des Haupt-Chedi, der auf einem großen quadratischen Sockel ruht, bildet in seiner Spitze eine Lotosblüte nach. Seine quadratische Basis ziert ein Relief mit der Darstellung einer Zeremonie buddhistischer Anhänger. Daran schließen sich vier Ecktürme und vier Kapellen. Die sechs nach Osten verlaufenden Säulenreihen trugen einst das hölzerne Dach des größten Bot. Noch zu sehen sind einige restaurierte Buddhastatuen, die wieder an ihrem ursprünglichen Platz stehen. Die schönste Bronzestatue aus dem 14. Jahrhundert ließ König Rama I. allerdings nach Bangkok in den Wat Suthat bringen.

Wat Si Sawai

Wat Si Sawai

Die Ruinen des Wat Si Sawai liegen südwestlich des Wat Mahathat inmitten einer herrlichen Umgebung. Die drei Prangs werden von einer Lateritmauer umgeben. Der Haupt-Prang wurde als einziger im Lopburi oder Hindu-Stil errichtet. Etwas westlich abgesetzt steht seine Vihara. Die anderen Viharas, ebenfalls seitlich von den Prangs abgesetzt, sind jedoch im buddhistischen Stil errichtet. Nach Meinung von König Rama VI war der Haupt-Prang einst ein hinduistisches Heiligtum. Er fand nämlich dort die Überreste der Hindu-Skulptur Sayomphu, dem größten hinduistischen Gott in diesem heiligen Bezirk und diverse Shiva-Statuen. Erst später wurde dieses Kloster dann buddhistisch.

Wat Traphang-Ngoen

Wat Traphang-Ngoen

Der Wat Traphang-Ngoen liegt westlich des Wat Mahathat. Im Mittelpunkt sieht man einen quadratischen Sockel, darauf das Hauptgebäude, und in dessen vier Nischen stehende Buddhas aus Stuck. Davor befindet sich eine Vihara. Im Osten auf einer Insel steht ein Ubosot, ein Gebäude für die Zeremonien der Mönche. Es ist schon stark zerfallen, man kann nur noch die Laterit-Säulen sehen. Daneben findet man die Tempel Wat Sa Si, Wat Chana Songkhram und Wat Traphang-Thong, letzterer auf einer Insel eines Sees gelegen. Alle drei ähneln sich in ihrer Khmer-Architektur.

Wat Phra Phai Luang

Wat Phra Phai Luang

Der Wat Phra Phai Luang war möglicherweise zu Zeiten der Khmer im 12. Jahrhundert das Zentrum der damaligen Hauptstadt. Die Überreste dreier Prangs, von denen nur der nördliche erhalten geblieben war, wurden vollständig renoviert, ebenso eine quadratische Stupa, das Klostergebäude, Mondop und eine Kapelle mit einem ruhenden Buddha.

Celadon Kiln Site Study & Conservation Center

Celadon Kiln Site Study & Conservation Center

Hier finden Besucher die Überreste von rund 500 erhaltenen ca. sechs Meter langen und drei Meter breiten Brennöfen aus Ziegelsteinen, sogenannte Tao Turiang. Ende des 13. Jahrhunderts wurden hier von chinesischen Handwerkern die berühmten feinen Sangkhalok-Keramiken aus Seladon für den gesamten südostasiatischen Raum gebrannt. Diese waren hauptsächlich in vier verschiedene Sorten unterteilt, solche ohne Muster und solche mit Sonnen-, Fisch- oder Blumenmustern.