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Kanchanaburi

Kanchanaburi ist die Provinz mit der weltberühmten Brücke am Kwai umgeben von herber Naturschönheit mit zerklüfteten Bergen und blauen Stauseen. Wilde Wasserfälle, Tropfsteinhöhlen, die einmal von Steinzeitmenschen bewohnt gewesen sein sollen, Nationalparks und immer wieder Gelegenheiten, sich in Schilfhütten an Bord von Wohnflößen auf glitzernden Flüssen und Stauseen treiben zu lassen und dabei ländlich-beschauliche Idylle zu genießen.

 

Archäologische Ausgrabungen in Kanchanaburi zeigen, dass diese Stadt einmal Zentrum der vorgeschichtlichen Gesellschaft war. Während der Dvaravati-Periode wurde Kanchanaburi kulturell von seinen zwei großen Nachbarstädten, Nakon Pathom und U-Thong, dem damaligen Kulturzentrum, beeinflußt. Mit dem Aufstieg der Khmer wurde Kanchanaburi auch ein Teil des Khmer-Reiches, dessen Blüte seiner Herrschaft sich in Bauwerken wie dem Prasat Muang Singh manifestiert. Während der Ayutthaya-Periode wurde Kanchanaburi als Grenzgebiet zwischen Burma und Siam wichtig. Mehrere schwere Kämpfe zwischen Truppen beider Völker fanden hier statt, sogar bis in die Zeit König Ramas III. aus der Chakridynastie, bis Burma seine Unabhängigkeit an England verlor.

 

Die Provinzhauptstadt mit rund 35.000 Einwohnern liegt am Zusammenfluss der Flüsse Kwai Noi und Kwai Yai. Erbaut wurde sie zur Zeit von König Rama III. und bildet heute den Ausgangspunkt für Exkursionen in ein landschaftlich reizvolles Gebiet. Kanchanaburi wurde weltbekannt durch den Hollywoodfilm von Pierre Bouille „Die Brücke am Kwai“ mit Ereignissen aus dem zweiten Weltkrieg. Auch heute noch dreht sich in der Stadt selbst alles rund um die geschichtlichen Ereignisse der historischen Brücke. Museen, der Kriegsfriedhof und viele weitere Monumente erinnern an die vergangenen Zeiten. Zahlreiche kleine authentische Boutiquehotels und Gästehäuser erwarten die Besucher, die auf den Spuren der Vergangenheit wandeln möchten. Eine Besonderheit Kanchanaburis sind die zahlreichen Floating Rafts, schwimmende Unterkünfte die ein rustikales jedoch sehr authentisches Erlebnis versprechen. Neben den kulturellen Sehenswürdigkeiten besticht die Provinz durch ihre unglaubliche Naturschönheit, die sich in zahlreichen Wasserfällen, Nationalparks und Stauseen manifestiert. Obwohl die meisten Besucher nur einen kurzen Ausflug zur Brücke am Kwai unternehmen, sollten vor allem Naturliebhaber mehr Zeit einplanen um die unberührte Natur der Provinz in vollem Umfang auskosten zu können.

Unsere E-Broschüre über Kanchanaburi finden Sie hier

 

SEHENSWÜRDIGKEITEN

River Kwai Bridge

River Kwai Bridge

Die Brücke am Kwai ist spätestens seit der Verfilmung des gleichnamigen Romans im Jahr 1957 weltberühmt. Die Brücke über den Fluss Kwae Yai wurde im Zweiten Welkrieg unter japanischer Besatzung von alliierten Kriegsgefangenen in Zwangsarbeit als Teilstück der strategischen Eisenbahnstrecke von Thailand nach Myanmar errichtet. Beim Bau dieser Eisenbahnstrecke starben so viele Menschen, dass sie später als die „Todeseisenbahn“ in die Geschichte einging. Die Originalbrück, die in den Jahren 1942 und 1943 errichtet wurde, wurde während des Krieges zerstört, da jedoch einige Brückenbögen erhalten blieben, wurde sie nach dem Krieg an der selben Stelle wieder aufgebaut. Bis heute erinnern das ganze Jahr über Gedenktafeln an die tragische Bedeutung der Eisenbahnstrecke.

Erawan Nationalpark

Erawan Nationalpark

Im Erawan-Nationalpark teilen die beiden Flüsse Kwai Noi und Kwai Yai hohe Berge, welche mit den für Südasien typischen immergrünen Bäumen und Bambuswäldern bestückt sind. Herrliche Klippen und Höhlen charakterisieren diese Gegend. Sie ist die Quelle des Erawan-Wasserfalls, der seine Wassermassen dem Kwai Yai zuführt. Dieser siebenstufige Wasserfall wird als der schönste in Thailand angesehen. Ein Wanderweg führt parallel zum Wasserfall bis auf die siebente Stufe. Die Wasserfälle sind generell von Mai bis Dezember besonders reizvoll. Sehr sehenswert ist außerdem die große Tropfsteinhöhle Tham Phra Thai.

Wat Prasat Muang Singh

Wat Prasat Muang Singh

Die historische Stadt Muang Singh (Löwenstadt) wurde vermutlich zwischen 857 und 1157 zur Zeit der Khmer erbaut, und war damals der westlichste Stützpunkt des Emperiums von Angkor. Die Tempelanlage Prasat Muang Singh im Zentrum des historischen Parks zeigt den starken Einfluss des Lob Buri Stils zu dieser Zeit. Das Areal wurde weitesgehend restauriert, um einen Eindruck der großen Bedeutung dieses Heiligtums zu vermitteln. Auch die beeindruckenden Stadtmauern aus riesigen Lateritsteinen sind vielerorts noch zu sehen.

Srinagarindra Nationalpark

Srinagarindra Nationalpark

Die Hauptattraktion dieses Nationalparks ist der malerische Huai Mae Khamin Wasserfall, der sich über sieben Stufen erstreckt und zu den begehrtesten Fotomotiven des Landes zählt. Aber auch der Namtok Pha Tat lohnt einen Besuch. Trekkingtouren durch den dichten Dschungel und die Bambuswälder sind beliebte Aktivitäten. Die vielen Höhlen Höhlen laden Besucher ein erforscht zu werden. Allen voran die 150 Meter lange und neun Meter hohe Tham Sawan mit Wandmalereien aus der Steinzeit und die große Höhle Tham Neramit, die in viele kleine Einheiten unterteilt ist und mit bezaubernd geformten Tropfsteinen besticht. Leopardkatzen, Loris, Zibetkatzen und zahlreiche Vogelarten zählen zur vielfältigen Fauna des Nationalparks.

JEATH War Museum

JEATH War Museum

Das JEATH Kriegsmuseum, dessen Name sich aus den Anfangsbuchstaben der sechs Nationalitäten, die am Bau der Eisenbahnstrecke beteiligt waren, nämlich Japan, England, Amerika, Australien, Thailand und Holland zusammensetzt, stellt  den schrecklichen Alltag der vielen Kriegsgefangenen dar. Das Museumsgebäude ist eine Kopie der strohbedeckten Bambushütten, in denen die Gefangenen während des Krieges lebten. Hier werden Gemälde, Fotografien und Zeitungsberichte der Bewohner ausgestellt, welche die Zustände während des Zweiten Weltkriegs im Gefangenenlager porträtieren.

Sai Yok Nationalpark

Sai Yok Nationalpark

Der Sai Yok Nationalpark ist ein dichtes Waldgebiet und der Ursprung des Sai Yok Wasserfalls, der hier seine Wassermassen in den Fluß Kwai Noi ergießt. Mit Booten oder Flößen kann man vom Fluß aus die Natur beobachten: Bambuswälder, Teakbäume, Klippen und Sandbänke. In den am Fluß gelegenen Wäldern findet man auch einige wunderschöne Höhlen, in denen unter anderem die kleinsten Fledermäuse der Welt zu Hause sind. Unter den zahlreichen Höhlen sind besonders Tham Daowadung und Tham Lawa erwähnenswert. Über Wanderwege kann man die Berge des Parks erklimmen oder Höhlen in der Nachbarschaft besuchen.

Anreise und Verkehrsmittel

Kanchanaburi liegt rund 100 Kilometer nordwestlich von Bangkok ist bequem von dort aus zu erreichen.

 

Die Staatliche Thailändische Eisenbahn verkehrt in mehreren täglichen Direktverbindungen zwischen Bangkok und Kanchanaburi. Weitere Informationen finden Sie unter www.railway.co.th.

 

Es gibt ebenfalls Busgesellschaften, die täglich Fahrten von Bangkok nach Kanchanaburi anbieten. Viele Reiseveranstalter und Reisebüro bieten ebenfalls geführte Tagesausflüge von Bangkok nach Kanchanaburi an. 

 

Weitere Informationen zu Verkehrsmitteln innerhalb Thailands finden Sie hier.

Klima und Reisezeiten

Von November bis  April ist die trockene Jahreszeit in Zentralthailand. Während von November bis Februar die kühlsten Monate im Jahresvergleich sind, steigt das Thermometer im März und April bis auf 35° Celsius an, in Kanchanaburi teilweise bis auf 40° Celsius. Die regenreichen Monate Mai, September und Oktober bringen meist kurze aber heftige Regenschauer mit sich.

 

Weiterführende Informationen rund um Kanchanaburi finden Sie in unserem englischsprachigen Kurzreiseführer Kanchanaburi.