Für den guten Zweck: Royale Hilfsprojekte in Thailand

04.11.2016

Ein König als Entwicklungshelfer: Während seiner langjährigen Amtszeit war es dem verstorbenen König Bhumipol immer ein wichtiges Anliegen, die Lebensbedingungen seiner Untertanen stetig zu verbessern und ihr Wohlergehen so gut wie möglich zu sichern. Sein Engagement spiegelt sich vor allem in den sogenannten „Royal Projects“ wider, die vom Königshaus erstmals 1952 ins Leben gerufen wurden. Die Projekte haben neben Nachhaltigkeit und der Bekämpfung von Armut auch den Erhalt der traditionellen Kultur sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen zum Ziel – und zeigen darüber hinaus, dass sich Umweltschutz und die Wahrung des kulturellen Erbes gut mit einer erfolgreichen Tourismuswirtschaft vereinbaren lassen. Wie erfolgreich die königlichen Projekte sind, beweisen unter anderem die 300 Naturzonen, die bis heute offiziell zu Schutzgebieten erklärt wurden; das entspricht rund 17 Prozent der gesamten Landesfläche.

Zu den bekanntesten Projekten gehört beispielsweise die Royal Agricultural Station Inthanon in Chiang Mai. 1977 auf Initiative des Königs gegründet, beschäftigt sich das Zentrum mit der Verbesserung der Lebensbedingungen der dort ansässigen Volksstämme. Die Forschungsstation unterstützt die Stammesangehörigen unter anderem bei Anbau und Verkauf von Nutzpflanzen, dem Bau langfristiger Wohnstätten sowie der Beendigung des Opiumanbaus sowie der Zerstörung von Waldgebieten. Darüber hinaus sollen die Einwohner sich durch den Anbau von winterharten Pflanzen und die Errichtung von Wasseraufbereitungsanlagen selbst versorgen können.  Besucher können sich hier auf geführten Touren mit verschiedenen Schwerpunkten zum Beispiel Gemüse- und Blumengärten, traditionelle Dörfer und den Don Inthanon-Nationalpark mit Thailands höchstem Punkt und dem Siri Phum-Wasserfall anschauen.

Im Khunwang Royal Project Development Centre nordwestlich von Chiang Mai geht es ebenfalls um die Verbesserung der Lebensumstände von Bergvölkern. Aufgrund der voranschreitenden Industrialisierung Thailands in den letzten Jahrzehnten waren die Bergstämme immer mehr von Instrumentalisierung und Armut bedroht. König Bhumipol war hier besonders aufgrund des Opiumanbaus und -handels sowie der damit einhergehenden Zerstörung der Umwelt besorgt und rief daraufhin ein landwirtschaftliches Forschungszentrum am Doi Angkhang ins Leben. Seitdem werden die Einwohner finanziell, aber auch mit Beratung und Orientierungshilfen auf dem Weg zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit unterstützt. Mitglieder der königlichen Familie besuchen bis heute regelmäßig die hier lebenden Menschen, um sich ein Bild vom andauernden Fortschritt des Projekts zu machen. Einige Bewohner öffnen ihre Türen auch gerne für Journalisten und internationale Besucher, um den Erfolg des Projekts in ihren Gemeinden zu zeigen.

Doch nicht nur die Menschen, sondern auch die tierischen Bewohner seines Landes lagen König Bhumipol sehr am Herzen: 1993 wurde unter seiner Schirmherrschaft das Thai Elephant Conservation Center (TECC) bei Chiang Mai gegründet, in dem mehr als 50 domestizierte Asiatische Elefanten ein artgerechtes Zuhause gefunden haben. Besonders bekannt ist die Einrichtung für ihre Pionierarbeit im Bereich des Artenschutzes und der Forschung, aber auch als familienfreundliches Lernzentrum. Gäste können die grauen Riesen hier beim Baden und Spielen beobachten, die Elefantenklinik besuchen oder kleine Babyelefanten bewundern, von denen aufgrund eines besonders natürlichen Zuchtprogramms jährlich etwa zwei geboren werden. Das TECC betreibt neben der Klinik auf dem Gelände des Centers auch Thailands erste „mobile Klinik“, die kranke und verwundete Elefanten auch außerhalb des Zentrums behandelt.

 

Weitere Informationen unter:

https://www.tourismthailand.org/Attraction/The-Royal-Agricultural-Station-Inthanon--6382

http://www.chiangmai-chiangrai.com/khun_wang_royal_project.html

http://www.doitung.com/en/about.php

http://www.thailandelephant.org/en/

 

 

 



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