Köstlichkeit aus Nordthailand: Leckere Naem-Würstchen

06.09.2016

Neben den bekanntesten Gerichten wie Pad Thai oder verschiedenen Curryarten bietet die thailändische Küche eine Vielzahl weiterer schmackhafter Köstlichkeiten, die für die verschiedenen Regionen des Landes typisch sind. Eine ausgefallene Spezialität aus dem Norden Thailands sind die Naem-Würstchen, die im regionalen Dialekt auch Jin Som (Jin = “Fleisch”, Som = “sauer”) genannt werden.

Naem ist eine in Südostasien typische Art, Schweinefleisch einzukochen und haltbarer zu machen. Bevor es moderne Kühlsysteme gab, blieb beim Schlachten von Schweinen oft zu viel frisches Fleisch übrig, das so schnell nicht verzehrt werden konnte. Das übrig gebliebene Fleisch wurde dann kleingeschnitten und mit Schweinehaut in Salz eingelegt, um es später noch verarbeiten zu können. Früher wie heute wird das Fleisch durch das Kochen mit vergorenem Reis sowie mit Knoblauch und Chilis angesäuert; ein typisches, einzigartiges Aroma, das mit der klassischen Säure von Zitrusfrüchten oder Essig nicht zu vergleichen ist – ein Muss für Freunde von säuerlichen Gerichten. Ursprünglich wurde das Fleisch in großen, luftdicht verschlossenen Töpfen aufbewahrt, später dann in kleinen, wurstähnlichen Bündeln aus Bananenblättern, die mit Bambusfasern zusammengeschnürt wurden.

Heute werden dafür normalerweise Plastikhüllen verwendet, doch auch Bananenblatthüllen sind nach wie vor beliebt, denn so bleiben die Würstchen beim Grillen eingepackt und erhalten durch die verbrannten Blätter eine besonders rauchige Note. Oft wird Naem allerdings auch roh verzehrt und findet sich häufig auf typisch nordostthailändischen Vorspeisenplatten. Rohes Naem wird außerdem gerne in säuerlich-scharfen Yum-Salaten mit Schalotten, Knoblauch, Chili, Nüssen und aromatischen Kräutern verarbeitet.



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