Originell umwickelt:Traditionelle Verpackungskultur in Thailand

01.04.2015

Wer in einer der zahlreichen Garküchen Thailands einkauft, staunt manches Mal über die ungewöhnliche Verpackung des Essens. Mit natürlichen Materialien wie Bananenblättern, Bambus- oder Gummibaumblättern werden teils kunstvolle Gebilde geschaffen, in denen sich kulinarische Köstlichkeiten verstecken. Das ist nachhaltig, günstig, perfekt portioniert und sieht dazu noch ansprechend aus!

Es gibt zahlreiche Arten der Wickeltechnik mit verschiedenen Formen, Größen und Materialien. Dadurch entstehen viele verschiedene Designs, aber auch Gerüche und Geschmäcker, die durch die natürlichen Verpackungen beeinflusst werden. Einige Hüllen sind sogar essbar. Viele Thais erkennen bereits am Design des Gerichts den Inhalt.

Alternativ zur Naturpackung, ist auch der sogenannte „Pinto“ in Thailand sehr beliebt: Ein kleiner Metallcontainer, in welchen verschiedene Schüsseln aufeinander gestapelt werden. Hierzulande auch bekannt als „Henkelmann“. Der thailändische Pinto wird heute vor allem bei der Opfergabe an Mönche eingesetzt oder als Schulbrotdose für Kinder.

Probieren Sie bei Ihrer nächsten Thailandreise mal „Khao Tom Mat“ – ein Dessert, das aus gekochtem Klebereis mit Kokosmilch, Bananen und schwarzen Bohnen besteht - eingewickelt in ein Bananenblatt. Oder Khao Hor Bai Bua: Reis mit verschiedenen Gewürzen und Schweinefleisch, Wurst, Pilzen, getrockneten Shrimps, Ei und Lotussamen. Alle Zutaten werden mit Lotusblättern umwickelt und gedämpft.



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